- Bereich
- Consulting
- Gegenstand
- Reorganisation & Wirtschaftlichkeit
- Ausgangspunkt
- Nachkalkulation
Wenn die Zahlen nicht mehr aufgehen.
Ein Objekt, das jahrelang lief, wird plötzlich defizitär. Ein Betrieb gewinnt Ausschreibungen und verliert Geld. Meist steckt die Ursache nicht dort, wo man sie vermutet. Deshalb fangen wir mit der Nachkalkulation an.
Anlässe
Wann eine Reorganisation sinnvoll ist.
Bei mindestens zwei dieser Punkte lohnt sich der genaue Blick, bei drei ist er überfällig.
Objekte werfen weniger ab als geplant
Die Nachkalkulation weicht dauerhaft von der Angebotskalkulation ab, ohne dass jemand benennen kann, an welcher Position es liegt.
Fluktuation und Krankenstand steigen
Ein häufig unterschätzter Kostentreiber. Einarbeitung, Vertretung und Qualitätsverlust kosten mehr als die eingesparte Stunde.
Technik und Verfahren sind veraltet
Es wird gearbeitet wie vor fünfzehn Jahren, weil es funktioniert. Moderne Systeme sparen häufig Zeit und schonen die Mitarbeitenden, aber nur, wenn die Rechnung stimmt.
Tarif- und Mindestlohnstufen greifen
Steigende Lohnkosten schlagen bei laufenden Verträgen unmittelbar durch. Ohne angepasste Leistungswerte oder Preisanpassung entsteht die Lücke automatisch.
Vorgehen
Die Reihenfolge gehört zum Vorgehen.
Ist-Analyse im Objekt
Begehung, Zeitaufnahmen, Gespräche mit den Reinigungskräften und der Objektleitung. Was wird tatsächlich gemacht, in welcher Reihenfolge, mit welchen Wegen und Rüstzeiten?
Nachkalkulation
Die tatsächlich geleisteten Stunden gegen die kalkulierten. Wo weicht es ab, und ist die Abweichung struktureller Natur oder auf Sondereffekte zurückzuführen?
Verfahren und Systeme prüfen
Wischsystem, Vorpräparierung, Maschineneinsatz, Chemie, Wagenausstattung. Häufig lassen sich Leistungswerte deutlich verbessern, ohne dass jemand schneller arbeiten muss.
Ergonomie mitdenken
Arbeitshöhen, Gewichte, Wege, Wechsel der Belastung. Ergonomie ist keine Wohltat, sondern eine Investition gegen Ausfalltage, und beides zahlt auf dieselbe Rechnung ein.
Amortisation rechnen
Was kostet die Umstellung, was spart sie pro Jahr, wann ist sie eingespielt? Inklusive Schulungsaufwand und Übergangsphase, die in den meisten Herstellerrechnungen fehlen.
Einweisen und nachhalten
Neue Verfahren scheitern fast nie an der Technik, sondern an der Einführung. Schulung, Einweisung im Objekt und eine Nachkontrolle nach drei Monaten gehören dazu.

Nicht jede Reorganisation lohnt sich. Wenn ein Objekt defizitär ist, weil der Preis unter den Tarifkosten liegt, hilft kein neues Wischsystem, dann ist es eine Frage der Vertragsverhandlung oder der Trennung. Wir sagen das nach der Nachkalkulation, auch wenn es das kürzere Projekt ist.
Zur Einordnung
Aufwand, Methode, Zuschnitt.
- Dauer der Ist-Analyse. Für ein mittelgroßes Objekt zwei bis vier Tage vor Ort, dazu die Auswertung. Bei mehreren Objekten arbeiten wir mit einer repräsentativen Auswahl statt mit Vollerhebung; das reicht in aller Regel, um das strukturelle Muster zu erkennen.
- Zeitaufnahmen sind nicht zwingend. Sie liefern die belastbarsten Daten, sind aber erklärungsbedürftig gegenüber den Mitarbeitenden und je nach Ausgestaltung mitbestimmungspflichtig. Wir stimmen das Vorgehen vorher ab und arbeiten, wo nötig, mit Beobachtung und Selbstaufschreibung statt mit Stoppuhr.
- Neues Wischsystem. Ob sich der Umstieg rechnet, hängt an Flächenstruktur, Verschmutzungsgrad, vorhandener Aufbereitung und Personalstruktur. Vorpräparierte Systeme sparen typischerweise Rüst- und Wegezeiten, verlagern aber Aufwand in die Aufbereitung. Wir rechnen beide Seiten inklusive Schulung und Übergangsphase — die Amortisation entscheidet, nicht der Prospekt.
- Auch einzelne Objekte. Ein einzelnes Objekt ist häufig der beste Einstieg: Der Aufwand bleibt überschaubar, und das Ergebnis lässt sich auf vergleichbare Objekte übertragen, bevor flächendeckend investiert wird.
Wirtschaftlichkeit prüfen lassen.
Nennen Sie uns ein Objekt, bei dem die Zahlen nicht mehr stimmen. Wir sagen Ihnen nach der Nachkalkulation, woran es liegt, und ob sich der Umbau lohnt.
Für die Nachkalkulation brauchen wir das Objekt, den Vertrag und die Ist-Stunden. Alles Weitere ergibt sich vor Ort.